Himan Nath spezialisiert sich auf folgende Percussion Instrumente aus Indien:
Tabla,
Dholak,
Khol,
Mridang,
Kara Nagara,
Ghatam
und Tal.
Tabla
Der Name 'Tabla' leitet sich womöglich ab aus dem arabischen Wort für Trommel.
Die frühesten Schilderungen und die Literatur, welche die Tabla so beschreiben
wie sie auch heute anerkannt wird, stammen aus dem 18. Jahrhundert. In den letzten
zwei Jahrhunderten übernahm die Tabla die Hauptrolle der Schlaginstrumente in der
Nordindisch Klassischen Musik. Über diese Zeit hinweg, veränderte sich die Tabla stetig:
die 'Dayan' (rechter Hand) wurde in ihrem Umfang verkleinert, während die 'Bayan'
(linker Hand) vergrössert wurde. Damit entwickelte sich das Instrument langsam zur
vorrangigen Trommel sowohl in der Klassischen als auch in der Volkstümlichen Musik
Nordindiens.
Die Tabla ist eine interessante Konstruktion. Die Dayan ist aus Holz. Der Durchmesser
deren Membrans beträgt zwischen 13 und 16 Zentimeter. Die Bayan kann entweder aus
Eisen, Aluminium, Kupfer, Stahl oder auch Ton sein; meist ist sie jedoch aus Messing
überzogen mit Nickel oder Chrom. Zweifelsohne das markanteste Merkmal der Tabla ist
der grosse schwarze Fleck, der auf beiden Trommelfellen angebracht ist.
Dieser schwarze Fleck ist zusammengemischt aus Klebstoff, Russ und Eisen. Seine Aufgabe
ist es dem Instrument einen glockenähnlichen Ton zu verleihen, für welchen es so bekannt ist.
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Dholak
Die Dholak ist die am meisten eingesetzte Trommel in der indischen Volksmusik.
Auch in den Aufnahmestudios und Radiostationen hat sie mittlerweile eine fixe Position
eingenommen. Ihr Einsatzgebiet reicht von Tanzmusik, wie z.B. Bhangra, bis zu
andächtigen Bhajans.
Grundsätzlich ist die Dholak eine doppelköpfige Trommel, mit einer Bassseite und einer
höher gestimmten Seite. Eine Paste aus Mehl und Eisenfüllung ist an der Innenwand der
Bassseite angebracht und verleiht ihr seinen dumpfen Klang. Die höher gestimmte Seite
besteht lediglich aus einer dünnen Ziegenhaut, welche entsprechend gestimmt werden kann.
Zu diesem Zweck gibt es kleine, kreisförmige Metallringe, Schlaufen oder Holzstücke,
welche zwischen den Schnursträngen, welche die Trommelfelle verbinden, in beide Richtungen
verschoben werden können und somit die Tonhöhe beeinflussen.
Während auf der rechten Seite hoch gestimmt wird, wird die linke Seite in tiefer Tonlage
gehalten. Gespielt wird die Dholak beidseitig mit den Händen, Fingern, Fingerknöcheln und
Handflächen.
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Khol
Die Khol ist eine volkstümliche Trommel aus Nordostindien und begleitet auch heilige Gesänge.
Eine Plastikversion der Khol wurde sehr beliebt im Westen unter den ISKCON Mitgliedern.
Der Korpus der Khol besteht aus Ton, ist doppelkegelförmig und stark ausgebaucht. Die beiden
verschieden grosse Felle sind mit Lederschnüren verbunden. Das rechte Trommelfell ist kleiner
als das linke. Beide Membrane sind mit Tierhaut überzogen und werden fest verschnürt durch
die Lederriemen, die seitlich entlang des Korpus führen und beide Trommelfelle miteinander
verbinden. Eine kreisförmige, schwarze Paste aus Reis- oder Weizenmehl, Wasser und Eisengemisch,
wird in der Mitte des kleineren Trommelfelles angebracht. Mithilfe eines Baumwollgürtels wird
die Trommel durch den Spieler geschultert, um das Spielen zu erleichtern.
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Mridang
Die Mridang ist die verbreitetste, fassförmige Trommel Nordindiens. Einstmals sehr oft verwendet
in ganz Nordindien, wurde sie allmählich durch die Tabla in den letzten Jahren verdrängt.
Die Mridang ist eine doppelseitige Trommel. Ihre rechte Seite ist vergleichbar mit jener der Tabla
bis auf deren grösseren Durchmesser. Die linke Seite ähnelt der Bayan der Tabla, mit dem Unterschied
das sie nur einen temporär im Gegensatz zu einem permanent angebrachten Fleck besitzt.
Der Korpus ist aus einem Holzstück (Shisham Holz) geschnitzt. Die Wände des Instrumentes sind beinahe
undurchdringlich und ergeben tiefe Tonfolgen. Auf der Ziegenhaut der Dayan (was rechts bedeutet, da
diese mit der rechten Hand gespielt wird) befindet sich in der Mitte eine schwarze Scheibe aus Eisen
und Stärkemehl, welche einen harmonischen Klang erzeugt. Das Trommelfell auf der Bassseite (Bayan, oder
linker Hand) ist regelmässig überzogen mit einer Schicht aus Mehl. Die beiden Enden sind über Lederriemen
gespannt, mit eingeschobenen Holzblöcken zur Stimmung des Instrumentes. Erstaunlich musikalisch erweist
sich die Mridang beim Spielen von 'bols' (mnemotechnische Silben) oder durch eine spezielle Anschlagsweise
mit einer oder beiden Händen.
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Kara Nagara
Kara Nagara sind Kesseltrommeln aus der traditionellen 'naubat' (Ensemble aus neun Instrumenten,
damals zu Hof bei Königen). Es ist ein Paar grosser, halbkugelförmiger Trommeln aus Kupfer,
Messing oder Eisen. Am Trommelboden befindet sich ein kleines Loch, über welches Wasser
gefüllt werden kann, um den Ton der Trommel zu vertiefen. Sie wird mit einem oder zwei Stöcken
gespielt und erzeugt einen tief donnernden Klang.
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Ghatam
Die Ghatam ist eine der ältesten Schlaginstrumente aus dem Süden Indiens.
Es ist ein speziell entworfener Tonkrug, meist aus einer Mischung Ton, Messing oder Kupfer
und einer kleinen Menge Eisenfülle. Die Tonhöhe der Ghatam variiert gemäss ihren Umfanges.
Jede Ghatam hat eine physisch bedingte Tonhöhe, welche aber verändert werden kann durch
Hinzufügen von Plastilin an der Innenseite des Kruges und Befüllen mit Wasser.
Der Künstler hält die Ghatam auf seinem Schoss im Schneidersitz, die Öffnung des Instrumentes
auf seinen Bauch gerichtet. Manchmal wird die Öffnung auch auf das Publikum gerichtet, und
der Künstler spielt auf dem Hals der Ghatam. Hie und da wirft der Künstler auch die Ghatam
in die Höhe und fängt sie wieder, entsprechend dem Rhythmus und zum Erstaunen der Zuseher.
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Tal
Die Tal ist bekannt unter mehreren Namen, so auch Jhanj oder Manjira.
Grundsätzlich handelt es sich um ein Paar kleine Zimbeln, und einen allgegenwärtigen
Bestandteil in der Tanzmusik und in Bhajans. Die Tal ist ein sehr altes Instrument,
welches oft auf historischen Tempelmauern abgebildet wurde.
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